reflections

Das erste Mal...

Also quasi das erste mal für mich...

Ich hab sowas wie Blog schreiben noch nie gemacht. Aber beim durchstöbern verschiedener Blogs bin ich zu dem Entschluss gekommen einen Versuch zu wagen. Mir geht vieles im Kopf herum und leider hab ich bis jetzt noch nicht den einen Menschen gefunden der mich versteht und bei dem ich mir alles von der Seele reden kann. Also werd ich das hier mal versuchen...

Ich bin niemand der gerne viel über sich erzählt. Über Gedanken, Wünsche, Ängste... Ehrliche Gedanken! Ich würde mir wünschen jemanden zu haben, mit dem ich darüber reden kann, aber die Angst vor Enttäuschung und Unverständiss sitzt bei mir schon ziemlich tief.

Warum eigentlich? Ich könnte kein Ereigniss nennen, das diese Reaktionen in mir ausgelöst hat. Wahrscheinlich waren es immer nur Kleinigkeiten, oder ein großes Erlebniss, oder eine verkorkste Kindheit oder sonst irgendwas. 

Eigentlich finde ich diese Tatsache gar nicht so schlimm, normalerweise.Ich bin halt wie ich bin. Nett aber auch ein bisschen zickig, hilfsbereit aber auch manchmal schnell genervt, verwöhntes Einzelkind, das ein bisschen egoistisch ist, aber mit den richtigen Leuten auch gerne teilt und wenns drauf ankommt, alles für andere macht. Wenn ich will dann kann ich und zwar vieles... Ich eben...

Nur leider wird einem das Leben so auch schwer gemacht. Immer ablehnend zu reagieren wenn einem einer zu Nahe kommt und versuchen sich Menschen so auf Distanz zu halten, führt leider füher oder später dazu, das sich viele einfach abwenden. 

Der eigentliche Grund warum ich jetzt hiersitze ist, wie könnte es auch anders sein, ein Mann. Einer der keinesfalls zu mir passt, mit dem ich eigentlich keine Gemeinsamkeiten habe, bei dem alle Voraussetzungen für eine Beziehung denkbar schlecht sind. Aber egal: Ich liebe diesen Mann. Oder? Damit fängt das ganze Problem wohl schon an. Ist das liebe? Oder mag ich ihn einfach nur gern. Ist es die Neugier gewesen? War ich froh, das sich im richtigen Moment jemand für mich interessiert hat? Ich habe keine Ahnung.

Noch weniger Ahnung habe ich davon wie dieser Mensch zu mir steht. Seit inzwischen einigen Jahren führen wir eine mehr oder weniger anhaltene Beziehung. Wenn man es so nennen mag. Man kennt sich eingermaßen. Vertraut sich soweit. Ist sich irgendwie nahe. Verbringt Zeit miteinander. Und doch ist so eine gewaltige Distanz zwischen uns. Wir reden nie über uns. Über Gefühle. Wenn wir uns Tagelang nicht sehen. Nicht so schlimm. Haben uns oft nichtmal was zu erzählen und gehen oft fast wie fremde aneinader vorbei, wenn wir uns irgendwo treffen.

Für ihn scheint das alles normal zu sein, so scheint es zumindest und um ihn nicht zu verlieren tu ich alles es so aussehen zulassen als wäre es bei mir auch so. Oder wartet er vielleicht darauf, das ich ihm zeige, was in mir vorgeht? Oder ist er froh eine lockere Beziehung mit mir zu haben, die anscheinend für alles Verständniss hat, ihm nie Probleme macht oder Forderungen stellt, egal was er tut. Nur keine Emotionen. Bin ich so die ideale 2 oder gar 3 Frau für Nebenbei? Oder doch das Gegenteil? Wartet er das ich ihn endlich wirklich an mich heran lasse?

Das einzige das ich weiß, ist das mir diese Art von "Beziehung" so wahnsinnig weh tut, das ich an manchen Tagen schon völlig antrieblos bin. Ist das also doch Liebe?

Wenn ich jetzt so hier sitze, seit Tagen nichts von ihm gehört habe, nicht weiß was er tut, dann bin ich mir sicher, ihm liegt nicht die Welt an mir. Schön wenn ich da bin, wenn nicht auch nicht schlimm. Er lebt sein Leben, wohlgemerkt wahrscheinlich mit einer anderen Frau und scheint irgendwie glücklich zu sein. Wenn er gerade Zeit hat und ihm einfällt, das es mich gibt, dann meldet er sich: Hast du Zeit? Ich komme... - Klar habe ich Zeit! Es tut so weh sich nach einem Menschen zu sehen und er ist nicht da. Der Gedanke daran, was er tut, mit wem und nichts zu wissen...  

Oder ist es doch so wie er sagt? Er vermisst mich. Macht sich Sorgen um mich, wenn ich krank bin. Ist gerne mit mir zusammen, freut sich, wenn wir uns sehen. Meint er all diese Sachen die er sagt am Ende wirklich so? Im Laufe er Zeit, haben Kompliment und nette Worte zwar nachgelassen, aber ist das nicht normal? Kann mich das Gefühl das ich habe, wenn er mich berührt und ansieht mich küsst und mit mir schläft wirklich so täuschen oder meint er einfach das was er tut?

Sobald wir zusammen sind, sind alles diese Gedanken weg. Ich bin anscheinden glücklich. Schmiede Pläne. Denke über Zukunft nach. Fühle mich wohl und genieße es einfach. Ich würde sogern jedes Wort glauben und überspiele meine Unsicherheit. Und er hat inzwischen anscheinend verstanden das es mir schwer fällt Nähe zu zeigen und ist immernoch da. Wenn ich abweisend bin, kommt er wieder. Er kommt immer wieder. Egal was ist oder war. Egal wieviel Zeit dazwischen liegt. Kann er so ein guter Schauspieler sein?

Was ist das alles nur? Und warum kann ichs nicht einfach nehmen wie es ist. Glauben was er sagt. Tun was er tut. Ich dreh mich hundert mal im Kreis. Immer und immer wieder... Keine Antworten keine Lösung immer wieder die selben Gedanken!

Mir gehen soviele Fragen durch den Kopf. Am meisten Frage ich mich aber, warum mache Erkenntnis so weh tut und man trotzdem gegen alle Vernunft handelt.

Und wenn ich in diesem Moment etwas tue, dann gegen alle Vernunft handeln. Morgen ist Silvester. Ich werde wohl daheim sein und drauf warten das er anruft. Bilde mir ein, am Ende den Abend noch mit ihm zu verbringen. Obwohl ich so sehr genau weiß, das das nicht so sein wird. Aber dieser Gedanke lenkt mich wenigstens davon ab, darüber nachzudenken was er sonst tut. Und vorallem mit wem.

Die letzten Wochen hatte ich immer mehr das Gefühl es steht nicht gut um uns. Natürlich habe ich wie immer den Mund gehalten. Nur keinen Stress machen. Mal sehen ob ich im Neuen Jahr meinen Mund auch noch halte und meine Gefühle unterdrücke und mal sehen wie es dann um uns steht....

30.12.08 21:57

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